Veröffentlichungen

Spanische Pflegefachkräfte werden zum DANA „Erfolgsmodell“

10.10.2013

Neustadt – Mit dem „Import“ hoch qualifizierter, spanischer Pflegefachkräfte hat die DANA Senioreneinrichtungen GmbH in Deutschland Neuland im Kampf gegen den Fachkräftemangel beschritten. Etwas mehr als ein Jahr nach dem Eintreffen der ersten Spanier zeigte sich Schleswig-Holsteins Sozial-Staatssekretärin Anette Langner (SPD) kürzlich bei einem Besuch im DANA Pflegeheim Am Kiebitzberg erfreut über ihre guten Kenntnisse der deutschen Sprache.

DANA Geschäftsführer Dr. Yazid Shammout geht optimistisch noch weiter: er sieht in der hohen Qualifikation der jungen Spanier „ein großes Potential für eine neue Definition des Berufes der Pflegefachkräfte“. Seit vielen Jahren warnt er vor dem Fachkräftemangel in der Pflege. „Dabei ist das Problem in Schleswig-Holstein deutlich größer als in Niedersachsen“, weiß er. Es sei besonders schwierig, Menschen davon zu begeistern, in den hohen Norden zu gehen. Sie arbeiteten lieber in der Nähe der Ballungsgebiete.

So entwickelte DANA ein neues Konzept mit spanischen Pflegefachkräften und ging einen steinigen Weg. Nur durch beharrliche Intervention ist es Dr. Yazid Shammout gelungen, die zunächst hohen Sprachanforderungen der Behörden zur Anerkennung  der ausländische Pflegefachkräfte in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf einen dreimonatigen, berufsbezogenen Sprachkursus zu reduzieren. Der Erfolg: heute sind in den 13 DANA Pflegeheimen 23 anerkannte Pflegefachkräfte aus Spanien tätig. „In Spanien bekamen wir keine Arbeit“, sagte die 24-jährige Beatriz Martinez Garcia. Bis auf das wechselhafte Wetter und das kalte Wasser der Ostsee sei es in Deutschland sehr gut. Alle zwei bis drei Monate kehrten sie für ein paar Tage in die spanische Heimat zurück.

„Die Kosten für die Ausbildung der Spanier hat DANA bisher komplett allein getragen“, verwies Shammout auf das Erfolgsmodell seines Unternehmens. Er wünscht sich von der Politik ein „Projekt zur Akquise ausländischer Pflegefachkräfte“ als finanzielle Unterstützung. Zusammen habe DANA bisher knapp 200.000 Euro unter anderem in Unterbringung, Deutsch-Unterricht und Taschengeld für die Spanier investiert.

Staatssekretärin Langner sieht die Sprachkompetenz als wichtigen Bestandteil für Pflegefachkräfte. „Sobald die Konstellation der neuen Bundesregierung feststeht, werden wir vom Land die Finanzierung der Ausbildung von Pflegefachkräften auf die Bundesebene transportieren“, versprach sie. Die Ausbildung in Pflegeberufen müsse durch eine Spezialisierung attraktiver gestaltet werden. Außerdem müsse das monatliche Schulgeld von 300 Euro wegfallen. Das Land fördere derzeit 1.600 Ausbildungsplätze und im nächsten Jahr sogar 1.800 Ausbildungsplätze in der Altenpflege.

Anette Langner sieht erheblichen Reformbedarf in der Pflege durch die neue Bundesregierung. Einer von ihr vorgeschlagenen Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes über eine höhere Vergütung zu regeln, stehen offensichtlich die Pflegekassen entgegen. „Die wollen die Kosten niedrig halten“, sagte Dr. Yazid Shammout. Er kritisierte doppelte Kontrollen von den Heimaufsichten und dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) in den Einrichtungen, die viel Zeit der Mitarbeiter koste, die den Bewohnern wieder fehle.

Für Langner ist klar: „Kontrollen sind gut, sie müssen aber auch sinnvoll und praktikabel sein – überflüssige Kontrollen müssen abgebaut werden.“ Schleswig-Holstein wolle mit der Teilnahme an einem bundesweiten Projekt die Überregulierung reduzieren. Dennoch müsse an Prüfungen festgehalten werden, weil nicht alle Senioreneinrichtungen so vorbildlich geführt würden, wie die DANA Häuser.

Bildunterschriften:
1. Die 86-jährige DANA Bewohnerin Ingeborg Gohrke (2. von links) freute sich über den Besuch von Staatssekretärin Anette Langner, DANA Geschäftsführer Dr. Yazid Shammout (links) und DANA Projektleiter Joachim Naumann.
2. Staatssekretärin Anette Langner stattete dem DANA Ostseeseniorenzentrum Am Kiebitzberg in Neustadt einen Besuch ab und wurde von DANA Geschäftsführer Dr. Yazid Shammout (rechts) und DANA Projektleiter Joachim Naumann empfangen.

V.i.S.d.P.: Dr.Yazid Shammout, Geschäftsführer DANA Senioreneinrichtungen GmbH, Hannover

Presse-Info über die DANA Senioreneinrichtungen GmbH

Im Mittelpunkt steht der Mensch. Die DANA Senioreneinrichtungen GmbH betreibt derzeit 19 Senioreneinrichtungen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Hauptsitz der DANA, die rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist Hannover.

DANA verbindet qualitativ hochwertige Pflege mit liebevoller Fürsorge. Neben pflegerischen Angeboten bietet DANA auch ein vielfältiges kulturelles Angebot. Vom Sommerfest bis zum gemeinsamen Singen im Advent ist alles dabei. So können die Bewohner am Gedächtnistraining oder der Musiktherapie teilnehmen. Aber auch Gymnastik und kreatives Arbeiten sind bei den alten Menschen beliebt ebenso wie gemeinsame Lese- und Spielkreise.

Weitere Informationen zu den einzelnen Einrichtungen oder Veranstaltungen erhalten Sie über die Marketingabteilung der DANA.